Fahrgebiete auf der Cape-York-Halbinsel


Unterwegs auf

Asphalt und offroad


Wir sind gerne unterwegs auf einsamen Straßen und auch auf einfachen Offroadrouten, die durch reizvolle Gebiete führen.


Cape-York-Halbinsel


Die nördlichste Spitze der Halbinsel, das Cape York, ragt in die Torres Strait. An der westlichen Küste grenzt die Halbinsel an den Carpentaria Golf, vor der Ostküste liegt das tropische Korallenmeer. Die Peninsula ist dünn besiedelt, sodass sie sich durch eine unberührte Wildnis auszeichnet.


Die schönsten Naturgebiete


Die Cape-York-Halbinsel ist im Landesinneren geprägt von  trockenem Buschland. In der Nähe der Ostküste befinden sich einige von dichtem Regenwald bedeckte Gebiete. Die schönsten Regenwälder liegen im Daintree National Park und auch im Lakefield National Park. Einige mächtige Flüsse  ziehen sich durch diese Region. Im Norden der Peninsula stößt man auf pittoreske Wasserfälle und einige idyllische Buchten.


Typisches Tourenfahrzeug in Australien: der Land Cruiser
Typisches Tourenfahrzeug in Australien: der Land Cruiser

Für viele Geländewagenfahrer steht die Cape-York-Halbinsel ganz oben auf der Tourenliste, denn der weite Weg hinauf bis zur Nordspitze Australiens ist auch heute noch ein großes Abenteuer. Dass mit der Peninsula Developmental Road nun der erste Teil der Route geteert ist, ändert nichts daran, denn je mehr Tage man unterwegs ist und je weiter man nach Norden vordringt, desto einsamer und wilder wird die Natur und desto näher kommt man dem Ziel, einmal am nördlichsten Punkt des australischen Kontinents zu stehen.

Ein guter Ausgangsort, um sich auf den weiten Weg zum Cape York zu machen, ist Cairns, die größte Stadt im Norden von Queensland. Auf dem Cook Highway, der aussichtsreich an der wunderschönen Marlin Coast entlangführt, gelangt man zu den nördlichen Stränden von Cairns. Vom Highway bietet sich immer wieder ein herrlicher Blick auf die Küste.

Schöne Aussicht am Highway
Schöne Aussicht am Highway

Bis Mossman bleibt die Straße asphaltiert. Wer nicht auf der Hauptroute bleiben möchte, der kann auch den unbefestigten Umweg wählen. Das Ziel bleibt allerdings das gleiche. Denn ein erstes natürliches Hindernis bildet der Daintree River, der mit einer Autofähre überquert werden muss.

Abzweigung zur Fähre
Abzweigung zur Fähre
Fähre über den Daintree River
Fähre über den Daintree River

Der Fluss und die ihn umgebenden Regenwälder sind das Herz des Daintree National Park, der ein Stück weiter nördlich um das Cape Tribulation ergänzt wird. Eine recht schmale, geteerte Straße windet sich durch den Regenwald bis kurz vor das Kap.


Brücke über den Noah Creek
Brücke über den Noah Creek

Eine kurze Wanderung führt zu einer Aussichtsplattform, die einen herrlichen Blick auf den Cape Tribulation Beach bietet.

Blick von der Aussichtsplattform
Blick von der Aussichtsplattform

Spätestens am Cape Tribulation beginnt das Abenteuer, denn hier entspringt der berüchtigte Bloomfield Track. Der Weg führt über zwei extreme Steigungen und Gefällestrecken und durch eine Creeks bis zur Bloomfield River Crossing. Durch das ständige Auf und Ab auf der teils sandigen Fahrbahn empfiehlt sich eine vorsichtige Fahrweise, da sich das Fahrzeug bei zu hohem Tempo zur Seite neigen und umkippen könnte.

Kurz vor der Flussüberquerung lohnt an einer sandigen Anhöhe ein kurzer Halt, von hier hat man einen schönen Blick auf den wildromantischen Bloomfield River.

Kurzer Halt am Wegesrand
Kurzer Halt am Wegesrand
Schöne Aussicht: der Bloomfield River
Schöne Aussicht: der Bloomfield River

Nach der Anhöhe ist der Bloomfield River erreicht, über den eine betonierte Furt führt, der vielleicht schönste Abschnitt des Bloomfield Tracks.

Über den Bloomfield River
Über den Bloomfield River

Direkt nach der Überquerung des Flusses gelangt man an eine T-Kreuzung. Nach links lohnt ein Abstecher zu den Bloomfield Falls, nach der Aborigines-Siedlung in der Nähe auch Wujal Wujal Falls genannt.

Nach rechts passiert man Wujal Wujal und fährt später über den geteerten Mulligan Highway an dem geheimnisvollen Black Mountain National Park entlang.

Am Black Mountain Lookout
Am Black Mountain Lookout

Der letzte Abschnitt des Mulligan Highways führt auf der einst hölzernen Brücke über den Annan River nach Cooktown.

Brücke über den Annan River
Brücke über den Annan River

Cooktown ist der letzte größere Außenposten der Zivilisation in Far North Queensland. Die Kleinstadt wurde nach James Cook benannt, der hier sein Schiff, die Endeavour, reparieren ließ, als es am Cape Tribulation auf das Riff aufgelaufen war.

In Cooktown
In Cooktown

Nach Cooktown fährt man entweder zunächst nach Süden bis zum Startpunkt der heute geteerten Peninsula Developmental Road oder man wählt die zum Teil unbefestigte Route durch den Lakefield National Park. Die an ihrem Anfang noch geteerte Endeavour Valley Road geht nördlich der Isabella Falls in die geschotterte Endeavour Battlecamp Road über, auf der auch eine Furt durch den Normanby River führt. An der Old Laura Homestead zweigt die Lakefield Road ab, die in die Wildnis des abwechslungsreichen Nationalparks führt.

Auf der Lakefield Road
Auf der Lakefield Road

Der zweitgrößte Nationalpark von Queensland besticht durch seine Regenwaldareale, durch wilde Flüsse und Creeks, durch Buschland mit Termitenhügeln und idyllisch gelegene Lagunen. 

An der Horseshoe Lagoon
An der Horseshoe Lagoon

Ein gut ausgestattetes Camp befindet sich nahe der Hann River Crossing. Nach der Durchquerung des Hann River verläuft die Piste durch die Nifold Plain mit unzähligen Termitenhügeln.

Nifold Plain: Termite Mounds, soweit das Auge reicht
Nifold Plain: Termite Mounds, soweit das Auge reicht

Das Auf und Ab der Strecke fühlt sich abschnittweise wie eine Achterbahnfahrt an, bevor sie wieder ebener wird. Eine halbe Stunde weiter westlich liegt am Rand des Nationalparks mitten in der Wildnis die komfortable Lotusbird Lodge.

Blockhaus auf Stelzen in der Lotusbird Lodge
Blockhaus auf Stelzen in der Lotusbird Lodge

Westlich der Lodge verlässt die Gravel Road den Nationalpark und stößt dann nach gut zwanzig Kilometern auf die Peninsula Developmental Road, auf der man etwas später das Musgrave Roadhouse mit zahlreichen Einrichtungen erreicht.

Auf gut 300 Kilometern verläuft die Developmental Road durch die Central Cape York Peninsula, in der weitläufige, spärlich Savannen vorherrschen. Einer der wenigen Außenposten der Zivilisation ist der kleine Ort Coen, in dem man die Reisevorräte auffüllen kann.

Zwischenstopp in Coen
Zwischenstopp in Coen

Kein Problem mehr ist heute die Überquerung des mächtigen Archer River, über den seit Ende des Jahres 2024 eine moderne Brücke führt. Sie ist Teil von innovativen Straßenbauprojekten, die den Weg auf die abgelegene Halbinsel erleichtern sollen. Abstecher mit Offroadfahrten können in den Oyala Thumotang National Park gemacht werden, in welchem Regenwaldareale, Billabongs und Flüsse sowie weites Buschland vorkommen, und in den abwechslungsreichen Kutimi Payamo National Park, ehemals Iron Range National Park, der von den Bergketten der Table Range, üppig grünem Regenwald und einem schmalen Küstenstreifen geprägt ist, an dem der bei Ausflüglern beliebte Chilli Beach liegt. Nach der Gabelung nördlich des Archer River Roadhouse verläuft die Straße nunmehr als Gravel Road durch offenes Buschland, bevor sie auf den breiten Wenlock River stößt, dessen Durchquerung einstmals ein echtes Abenteuer war. Heute führt eine Brücke über den Fluss.

Früher ein Hindernis, heute kein Problem mehr: die Wenlock River Crossing
Früher ein Hindernis, heute kein Problem mehr: die Wenlock River Crossing

Vom anderen Ufer ist es nur ein kurzes Stück bis zur Moreton Telegraph Station, an der man die Nacht verbringen kann.Etwa vierzig Kilometer nördlich der Moreton Telegraph Station zweigt nach rechts die Southern Bypass Road ab. Sie umfährt den berüchtigten, extrem rauen Old Telegraph Track, der auch für echte Geländewagen eine große Herausforderung darstellt. Die Southern Bypass Road verläuft auf einem großen Abschnitt durch das Heathlands Resource Reserve, ein mit Wäldern, Heide und Regenwald bedecktes Wildnisgebiet. Im nördlichen Bereich stößt die Straße auf den Old Telegraph Track. Ein kurzes Stück muss man auf diesem Track fahren, um zu einem der wohl schönsten Wasserfälle auf der Cape York Peninsula zu gelangen: den Fruit Bat Falls. Die malerischen Fälle liegen ganz versteckt und umgeben von Vegetation in der Wildnis.

An den Fruit Bat Falls
An den Fruit Bat Falls

Ein Stück südlich zweigt vom Old Telegraph Track die zunächst westlich verlaufende Northern Bypass Road ab. Auf dieser führt die Route bis zum mächtigen Jardine River, der nur mit einer Autofähre überquert werden kann. Danach strebt der Track auf geschotterten und geteerten Abschnitten der Nordspitze zu, wobei einige lohnende Abstecher möglich sind. Einer führt zum Somerset Beach, einem der schönsten Strände in Far North.

Tropische Idylle: der Somerset Beach
Tropische Idylle: der Somerset Beach

Zurück auf der Pajinka Road sind es noch ein paar Kilometer bis zur Spitze. Das letzte Stück legt man zu Fuß zurück. Auf dem Weg über das Felsplateau passiert man einige Termitenhügel, während man im Hintergrund auf das Meer blickt.

Termitenhügel auf dem Weg zur Spitze
Termitenhügel auf dem Weg zur Spitze

Nun erkennt man auch die zwei dem Kap vorgelagerten, von der Brandung des Meeres umspülten kleinen Inseln.

Am Cape York, der Nordspitze Australiens
Am Cape York, der Nordspitze Australiens

Über ein leichtes Gefälle geht man dann hinunter ans Meer bis zu einem Schild, das den nördlichsten Punkt des australischen Kontinents markiert, das Cape York.

Einfache SUV- und Geländewagentouren



Geländewagentour

zum Cape York


Zweimal waren wir bisher unterwegs auf der Cape-York-Halbinsel, einmal mit dem Mietgeländewagen im südlichen Teil und auf einmal auf einer geführten Tour bis hinauf zum Kap. Für eine moderate Tour zum Cape York empfehlen wir die Route entlang der beschriebenen Gebiete.


Fahrzeugwahl


Durch die Länge der Route, auf auch anspruchsvollere Abschnitte zu bewältigen sind, kann eine Tour bis hinauf zum Cape York nur mit einem Geländewagen gefahren werden.



Länge der

unbefestigten Wege


Direkt nach Norden führt die inzwischen asphaltierte Peninsula Developmental Road, welche nach über etwa zwei Dritteln nach Westen abbiegt. Richtung Norden schließt sich die Telegraph Road als Gravel Road an. Von Cainrs aus verläuft der gesamte Track hinauf zum Cape York auf knapp 1100 Kilometern.


GPX-Dateien


Zu Geländewagentour auf der Cape-York-Halbinsel ist  eine GPX-Datei erhältlich.


Für Anregungen

und Fragen


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